Heilerziehungspflegehilfe - Ziele und Inhalte

Heilerziehungspflegehelfer arbeiten in allen Bereichen sozialer Dienstleistungen für behinderte Menschen.
Die Ausbildung ermöglicht Gruppenleiter in Werkstätten für Menschen mit Behinderung den Erwerb der sonderpädagogischen Zusatzqualifikation (§59 Werkstättenverordnung).
Eine ganzheitliche, auf die individuellen Bedürfnisse des behinderten Menschen abgestimmte Hilfe steht im Mittelpunkt der täglichen Arbeit.
Die Ausbildung zeichnet sich durch eine enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis aus. Sie findet im Wechsel an den Lernorten Schule/ Praxisstelle statt.
Zusammen mit der Tätigkeit in der Praxis spiegeln die Unterrichtsfächer die Anforderungen wider, die im Beruf benötigt werden: Pädagogik, Heilpädagogik und Psychologie; Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre; Berufs- und
Rechtskunde; Religionspädagogik; Praxis- und Methodenlehre und Kommunikation; Lebensraumgestaltung; Pflege; Deutsch; Sozialkunde; Englisch.
Das Abschlusszeugnis berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung staatlich anerkannter Heilerziehungspflegehelfer bzw. staatlich anerkannte Heilerziehungspflegehelferin.
Mit dem Abschluss zum Heilerziehungspflegehelfer wird der mittlere Schulabschluss erworben.
Unter bestimmten Voraussetzungen (in allen Fächern Note 2 bzw. Aufnahmeprüfung) können Absolventen der Heilerziehungspflegehilfe unmittelbar in das zweite Schuljahr der Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger aufgenommen werden.


Heilerziehungspflegehilfe - Das Berufsbild

HeilerziehungspflegehelferInnen sind sozialpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Mitarbeiter, die in der Pflege, Betreuung, Assistenz, Erziehung und Beratung von Menschen mit Behinderung tätig sind.
Sie arbeiten überwiegend in einem Team zusammen mit Fachkräften (z.B. Heilerziehungspfleger, Erzieher).

Tätigkeitsfelder
Ambulante Dienste
Berufsbildung- /förderungswerke
Fachkrankenhäuser
Förderschulen
Heime
(verschiedene Behinderungsformen)
Integrative Bildungs- und
Betreuungsangebote
Persönliche Assistenz
Psychiatrische Einrichtungen
Sozialstationen/
familienentlastende Dienste
Tagesstätten
Werkstätten
Wohnheime/Wohngemeinschaften


Die Ausbildung, Organisation

Dauer: ein Jahr

Organisation der praktischen Ausbildung:
berufsbegleitend, zwischen 18 Stunden und 30 Stunden/Woche in Einrichtungen der Behindertenhilfe im unterfränkischen Bereich.
Zum Erwerb der sonderpädagogischen Zusatzqualifikation muss eine Anstellung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung nachgewiesen werden.

Unterricht: 2 Tage pro Woche und Blockunterricht

Aufnahme:
Bei Nachweis einer Anstellung in einer Einrichtung der Behindertenhilfe erfolgt nach einem Vorstellungsgespräch an der Fachschule in der Regel die Aufnahme


Formale und persönliche Voraussetzungen

Schulischer und beruflicher Abschluss

Erfolgreicher Hauptschulabschluss
Beruflicher Abschluss in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich, z.B. Kinderpflege, Sozialbetreuer
oder bei anderer abgeschlossener Berufsausbildung eine einjährige Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege förderlichen Bereich z.B. freiwilliges soziales Jahr, Zivildienst, Praktikum
oder – ohne berufliche Erstausbildung – zwei Jahre Tätigkeit in einem der Heilerziehungspflege
förderlichen Bereich z.B. freiwilliges soziales Jahr, Zivildienst, Praktikum.

Persönliche Voraussetzung
Neben der Erfüllung der formalen Voraussetzungen wird vom Bewerber die Bereitschaft erwartet, sich mit den
persönlichen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen.


Ausbildungskosten und Förderungsmöglichkeiten

Die Ausbildungskosten betragen ca. 160,00 € im Monat. Grundsätzlich besteht Anspruch auf SchülerBafoeg bzw. einen Bildungskredit.


Bewerbung und Kontakt

Bewerbungsunterlagen
Lebenslauf, Lichtbild, Nachweise über schulische und berufliche Abschlüsse

Schulleitung:
Christel Baatz-Kolbe


Dr. Maria-Probst-Schule,
Fort- und Weiterbildungsinstitut,
Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung

Dr. Maria-Probst-Schule
Sedanstraße 25
97082 Würzburg
Telefon 0931 61583-40
Telefax 0931 61583-47
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